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Radek Primus: Bei meiner Arbeit würde ich ohne Deutsch nicht zurechtkommen

„Deutsch für die Karriere" - Im heutigen Gespräch stellen wir Radek Primus, den Direktor der Sparte Kienbaum Management Consultants in der Tschechischen Republik, vor.

Wann hatten Sie zum ersten Mal Kontakt mit Deutsch? Was war für Sie der Grund, Deutsch zu lernen?

Schon als Schüler interessierte ich mich für Fremdsprachen. Damals wurde an den Schulen allerdings nur Russisch unterrichtet, also überredete ich meine Eltern dazu, mich in der vierten Klasse der Grundschule in der Sprachschule für einen Deutschkurs anzumelden. Ich muss sagen, dass das eine gute Entscheidung war, weil ich glücklicherweise ausgezeichnete Lehrerinnen hatte, die die deutsche Sprache für uns auf eine unterhaltsame Art und Weise interessant machten. Ich erinnere mich daran, dass ich mich auf jede Unterrichtsstunde freute. Diese Sprachschule organisierte zudem jedes Jahr in den Sommerferien Ferienlager mit Deutschunterricht - sowohl hier in Tschechien als auch in Deutschland. Diese intensiven Unterrichtswochen waren für meine künftigen Kenntnisse der deutschen Sprache von großer Bedeutung. Deutsch lernte ich dann natürlich weiter an der Mittel- und Hochschule.


Forcierten Ihre guten Deutschkenntnisse Ihre Laufbahn? Wie nutzten Sie Deutsch in Ihrem Beruf?

Ohne zu übertreiben kann ich sagen, dass ich auf allen Posten, die ich seit Anfang meiner beruflichen Laufbahn bekleidete, ohne Deutsch nicht zurechtgekommen wäre. Sei es mein erster Job nach der Wende bei einem Schweizer Unternehmen, sei es bei meinem Fernstudium in der Schweiz oder später in den Managerpositionen in tschechischen Tochtergesellschaften deutscher Konzerne. Auch in meinem jetzigen Job würde ich keinen einzigen Tag ohne Deutsch klarkommen.


Ist für Sie Deutsch auch außerhalb Ihres Berufs wichtig? Interessieren Sie sich für Kultur, Literatur usw. der deutschsprachigen Länder?

Deutsch ist für mich natürlich auch in meinem Privatleben wichtig. Während des Studiums und während meiner aktiven Sportkarriere fand ich in den deutschsprachigen Ländern viele Freunde. Wir besuchen uns regelmäßig, und da die meisten bislang nicht Tschechisch gelernt haben (oder nicht auf so einem Niveau, dass wir problemlos plaudern könnten), ist es wieder die deutsche Sprache, die wir als die erste Verständigungssprache wählen. Da Deutschland unser größter Nachbar ist, zu dem wir von allen Nachbarländern die längste Grenze haben, kann man meines Erachtens in Tschechien nicht leben, ohne dass man sich für die deutsche Kultur und Literatur, für Sport oder Politik interessiert. Ich lese deutsche Bücher, Tagespresse und Zeitschriften, ich sehe deutsches Fernsehen - vor allem die Nachrichten, aber ich schaue gerne auch deutsche Filme.


Source: „Deutsch für die Karriere" (ČIA - Česká informační agentura / Tschechien am Morgen

 
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