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Jana Payne - Unsere Familie hatte schon immer eine enge Beziehung zu Deutsch

„Deutsch für die Karriere" In dieser Serie befragen wir erfolgreiche Managerinnen und Manager, wie Deutschkenntnisse ihre Karriere beeinflussten. Im heutigen Gespräch stellen wir Jana Payne, die Gründungspartnerin und ltskanzlei Giese & Partner vor.

Wann hatten Sie zum ersten Mal Kontakt mit Deutsch? Was war für Sie der Grund, Deutsch zu lernen?

Zum ersten Mal hatte ich Kontakt mit Deutsch noch vor der Grundschule. Mein Opa mütterlicherseits war sog. Wiener Tscheche -kam zur Welt, wuchs auf und studierte in Wien. Unsere Familie hatte also zu der deutschen Sprache schon immer eine enge Beziehung. Ich besuchte eine Grundschule mit erweitertem Deutschunterricht. Deutsch konnte ich in meiner Kindheit bei Gesprächen mit Verwandten oder bei Reisen in die DDR nutzen, was bei der englischen Sprache im Hinblick auf die damalige gesellschaftliche Situation nicht möglich war. Schon mit 10 Jahren schickten mich meine Eltern für eine Woche ganz allein zu einer befreundeten Familie nach Leipzig. Zugegeben, ich hatte 5 Bücher dabei und las die meiste Zeit, aber trotzdem hinterließ dieser Aufenthalt in mir positive Sprachspuren. Mit 13 Jahren konnte ich schon problemlos 3 Wochen in einem Ferienlager auf Rügen verbringen.


Forcierten Ihre guten Deutschkenntnisse Ihre Laufbahn? Wie nutzten Sie Deutsch in Ihrem Beruf?

Während meines Jurastudiums verbrachte ich ein Semester in Hamburg. Nach dem Hochschulabschluss absolvierte ich noch ein zweijähriges Aufbaustudium in der Fachrichtung Vergleichendes Recht in Bonn -ohne gute Deutschkenntnisse hätte ich ein Stipendium nicht erhalten. Deutsch spreche ich täglich bei meiner Arbeit, ich bin Partnerin in der Anwaltskanzlei GIESE & PARTNER, v.o.s. und arbeite überwiegend mit deutschen oder deutschsprachigen Kunden. Ebenfalls bin ich als Gerichtsdolmetscherin für Deutsch tätig.


Ist für Sie Deutsch auch außerhalb Ihres Berufs wichtig? Interessieren Sie sich für Kultur, Literatur usw. der deutschsprachigen Länder?

Bei meinem Aufenthalt in Bonn arbeitete ich mehrere Monate als wissenschaftliche Hilfskraft für den Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag. In Deutschland lebte ich insgesamt fast 3 Jahre. Seitdem verfolge ich regelmäßig das politische sowie kulturelle Geschehen in den deutschsprachigen Ländern. Bis heute habe ich in Deutschland viele gute Freunde. Ich mag die deutsche Strukturiertheit, ich sehe mir beispielsweise deutsche Krimis an, in denen der Ermittler die Lage mehrmals laufend zusammenfasst, so dass der Zuschauer nichts Wesentliches übersieht... Ich besuche auch das Theaterfestival deutscher Sprache in Prag. Und oft bin ich auch in Österreich zu Besuch, denn dort leben meine Verwandten und viele Freunde.


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Source: „Deutsch für die Karriere" (ČIA - Česká informační agentura / Tschechien am Morgen

 
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